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Dienstag, 14. Februar 2017

Kopfsache - selbstgenähte Hüte und Mützen: Schiebermütze 2.5


Damals, vor etwa 7 Monaten, als ich mit dem Projekt „Kopfsache – Erste selbstgenähte Hüte und Mützen“ begonnen habe, sind gleich mehrere Schiebermützen entstanden. Zwei Varianten für Kinder und eine Herren-Version, die inzwischen alle neue Besitzer gefunden haben.



Da ich mich meinem selbst gewählten Projektziel so langsam nähere und die verbleibenden Modelle bei mir nicht mehr so recht Begeisterung auslösen können, fand ich es an der Zeit noch einmal eine Mütze zu nähen die Spaß macht und mir hilft die nötige Motivation für den Endspurt des Projekts zu finden.



Auf der Suche nach Inspiration fand ich einen Recycling-Stoff, der nicht nur danach verlangte eine Schiebermütze zu werden, sondern auch noch eine passende Fliege werden wollte.



Aber zunächst einmal die Kopfbedeckung. Das Schnittmuster habe ich schon einmal vorgestellt und beschrieben und auch Bilder vom Entstehungsprozess habe ich gezeigt (nachzulesen hier).







Der Mützenschirm ist mit einer selbst genähten Einlage verstärkt, zwei eng vernähte Stücke fester Stoff mit nachträglich aufgebügeltem Vlies zum Versteifen.







Anders als im Buch habe ich keine Stofffalte am Scheitelpunkt der Naht zwischen Rand- und Kronenteil genäht, stattdessen habe ich die Kante rund genäht und die Stoffe, ähnlich wie beim Einsetzen eines Ärmels in das Armloch, eingehalten. (Ich hoffe kann verstehen, was ich damit sagen will? Falls nicht oder falls mir jemand sagen kann wie ich mich verständlicher ausdrücken kann, bitte einfach melden.)





Der Futterstoff ist ein Stück aus einer gekürzten Übergardine und der Karostoff war in seinem ersten Leben ein Sakko. Das meiner Meinung nach auch ein selbst genähtes Kleidungsstück gewesen ist, wenigstens aber von einem Hobbyschneider einmal umgenäht worden ist. Hier ein paar Vorher-Aufnahmen des guten Stücks:





Da ich noch genügend Material zur Verfügung hatte und das schöne Karomuster danach verlangte in Gänze verarbeitet zu werden, fällte ich den Entschluss eine Fliege zu nähen.

Dabei kam mir die bereits verstärkten Kragenteile des Sakko gerade recht. Wir sind ein Haushalt in dem es bislang keine Fliegen / Bow Ties gab, deshalb musste ich das Internet um Rat bemühen.






Nach ein bisschen Suchmaschinennutzung stieß ich auf ein sehr einfaches Modell mit passender Anleitung von Martha Steward. Leider habe ich den Link nicht mehr parat, aber wenn man nach „Martha Stweard, Bow Tie, Tutorial“ sucht sollte man schnell fündig werden. Rudimentäre Englischkenntnisse sind ausreichend, um die Schnittmuster-pdf herunter zu laden und ein Anleitungsvideo in dem das Zusammennähen gezeigt wird gibt es ebenfalls.






Schnittmuster vergrößern, Stoff zuschneiden und zusammennähen, wenden und schließen – fertig.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich noch die Mühe machen und die Länge der Fliege ausrechnen, dazu muss man zwischen die Beiden Elemente der Schleife lediglich das Maß des Halsumfang plus ein bisschen Raum zum Atmen einfügen.






Das erfolgreiche binden der Fliege dauert bei Unerfahrenen wie mir länger als die Herstellung der Fliege. Aber auch in diesem Fall kann das Internet helfen und nach dem wiederholten schauen von Anleitungsvideos klappte es bei mir schließlich auch.









Die beiden Teile zu nähen hat richtig Spaß gemacht ging flott von der Hand und auch wenn sie wohl nur Verwendung als Kostümelemente finden, freue ich mich über die fertigen handgemachten Accessoires.





So, der Creadienstag und seine vielen Beiträge wollen bestaunt werden. Von mir nächste Woche wieder mehr, bis dahin



Lieben Gruß

Sophie

Kommentare:

  1. Wow, sehr sehr cool! Sieht ja richtig irre aus! Ein großes Kompliment an dich.
    Grüße aus dem Naehmannsland

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  2. Liebe Sophie,
    ein tolles Paar. Klasse geworden.
    Einen schönen Tag und
    viele liebe Grüße
    Ursula

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