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Mittwoch, 1. März 2017

März-Baustelle

Nachdem ich mich zum Ende des letzten Jahres so ausgiebig über das Design meines Blogs beklagt habe, ist es jetzt endlich Zeit etwas deswegen zu unternehmen. Da ich aber von Web-Design keine Ahnung habe und ebenso wenig mit den meisten Tools bei Blogger vertraut bin, muss ich mich zunächst in die Materie einarbeiten. Um am Ende ein, meinen bescheidenen Möglichkeiten entsprechendes, persönliches und hübsches Blog-Design vorweisen zu können, wird der Schlehenwald für den gesamten März zur Großbaustelle ernannt. Keine Sorge, es wird nicht der Betonmischer sondern die Heckenschere zum Einsatz kommen.
Das bedeutet im März werden hier keine neuen Beiträge veröffentlicht, sondern ich konzentriere mich ausschließlich auf die Umgestaltung des Blogs. So habe ich auf der einen Seite genügend Zeit den Schlehenwald optisch zu verschönern, gebe mir auf der anderen Seite aber ein Deadline, die mich zwingt ein (vorläufig) finales Design zu präsentieren.
Ab Anfang April geht es dann aber wieder in gewohnter Weise weiter, mit regelmäßigen Beiträgen zu Handarbeiten und anderen N Wichtigkeiten aus meinem Alltag.

Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe
Gruß eure Sophie

Dienstag, 28. Februar 2017

Kopfsache - selbstgenähte Hüte und Mützen Teil 12


Ein weites Modell geschafft, in dieser Woche ist es das Hutmodell „Eleganter Sonnenhut“ geworden. Und so sieht meine Version davon aus.


Vergleicht man den Hut mit der Version aus dem Buch Chapeau – 25 Nähprojekte für Hüte, Mützen, Kopfschmuck und mehr (Edition, Michael Fischer), kann man auf den ersten Blick meinen, es handele sich um einen sehr ähnlichen Hut. Schaut man dann aber etwas genauer hin erkennt man schnell, dass ich auch bei diesem Projekt auf halber Strecke meinen eigenen Ideen zum Schnittmuster gefolgt bin.

Nicht, dass ich nicht versucht hätte mich an die Vorgaben aus der Anleitung zu halten. Aber mir ist das Bügelvlies zum Versteifen ausgegangen und ich war fälschlicher Weise davon überzeugt, es ginge auch ohne. Mein Hut besteht also nur aus Baumwollstoff als Deko- und Futterstoff und aus einer Lage Volumenvlies. Nicht besonders formstabil, wie man gut auf dem folgenden Bild erkennen kann.


Vielleicht würde der Hut an Standfestigkeit gewinnen, würde ich ihn ringsum absteppen. Da die Hutkrone nicht besonders tief ist und die Hutkrempe sich gut aus dem Weg falten lässt, bleibt der Hut aber vorerst so wie er ist.


Der Pünktchenstoff ist aus der Distanz gar nicht als solcher zu erkennen, deshalb habe ich ein weißes Hutband mit passendem floralem Dekor genäht. Dabei hatte ich das zunächst gar nicht vor, weshalb mein Hutband separat gearbeitet ist, anders als in der Vorlage, bei der man Hutkrone und Hutband gemeinsam an die Krempe nähen soll.
Bei dem Dekorelement habe dann zunächst versucht mich an die abstrakten Blütenblätter der Anleitung zu halten. Das enttäuschende Zwischenergebnis sah so aus:


Die Blätter fielen traurig auf die Hutkrempe und sahen aus wie ein Haufen Stoffreste vom Zuschneidetisch. Fix musste eine andere Lösung herbei und nach ein wenig hin und her viel die Entscheidung für selbstgenähte Patches in Blatt und Blütenform. Vielleicht kann der ein oder andere Erkennen das es sich um zwei Blätter und eine freihändig gesteppte Rosenblüte handeln soll.
Ich bin ganz zufrieden mit meiner 10-Minuten-Lösung, vor allem auch deshalb, weil ich mit dem normalen Nähmaschinenfüßchen gesteppt habe (wegen akuter Un-Lust nach dem passenden Nähfuß zu suchen).



Die Blüten sind mit ein paar unsichtbaren Handstichen auf dem Hutband fixiert, so dass man selbiges und die Dekoration schnell und einfach austauschen kann.


Das Außen- und Innenstoff sind identisch, ein ganz simpler Baumwollstoff, den ich als Aktionsware in Holland gekauft habe und der hier auf dem Blog schon häufiger zu sehen war, jetzt aber restlos aufgebraucht ist.




Mein Fazit zum Hut ist auch dieses mal mehr ein gutes Okay, als überschwängliche Begeisterung. Die Kronenform gefällt mir besser als gedacht, aber die Hutkrempe ist einfach zu groß. Das macht das Hutmodell ziemlich dramatisch und wenig praktisch. Klar bleibt die Sonne aus den Augen, aber wenn ich trotz aufgeschlagener Krempe nicht sehen kann wo ich hinlaufe, kann es gefährlich werden. Der Hut lässt sich also nur begrenzt einsetzen, beispielsweise bei Windstille im heimischen Garten, oder vielleicht bei einem Pferderennen mit passenden Handschuhen und einem Wettschein zum Luft zu fächern.
Trotz meines eher mäßigen Fazits bin ich sicher, das Modell noch einmal nähen zu wollen, dann mit steifendem Bügelvlies und kleiner Krempe. Wenn es soweit ist, verlinke ich auch das Ergebnis an dieser Stelle.

Jetzt schicke ich euch zurück zum Creadienstag, all die tollen Arbeiten der anderen Teilnehmer in dieser Woche zu bewundern. In der kommenden Woche geht es hier bei mir weiter, dann – na klar – wieder mit einem Hutmodell.

Bis dahin
Gruß
Sophie

Dienstag, 21. Februar 2017

Kopfsache - selbstgenähte Hüte und Mützen Teil 11

oder:    Das Rotkäppchen-Desaster

Kurz vorm Abschluss des Projekts „Kopfsache – selbstgenähte Hüte und Mützen“ ging beim Modell Rotkäppchen so ziemlich Alles schief. So schief, dass es mich viel zu viel Nerven und Zeit gekostet hat und mir fast die ganze Lust am Projekt genommen hätte. Nur gut, das ich einen Starrkopf habe, der mich vom Aufgeben abgehalten hat.




Das Modell aus dem Buch „Chapeau – 25 Nähprojekte für Hüte, Mützen, Kopfschmuck und mehr“ verlangt nach einem besonders stabilen Filz von 3mm Dicke um die einzelnen Schnittteile der Kappe Stoß auf Stoß aneinander und zu nähen. Weil ich solchen Filz nicht mehr hatte musste Neuer bestellt werden und damit fingen die Probleme an. Ich erhielt erst eine falsche Lieferung, dann das Versprechen auf Ersatz und schließlich ein Schreiben in dem man mir mitteilte, der gewünschte Artikel sei nicht länger lieferbar.



Da ich mich davon nicht geschlagen geben wollte, entschied ich kurzer Hand die Kappe aus anderen Materialien herzustellen. Schnell war entschieden es würden die selben Stoffe wie bei der zuletzt gezeigten Schiebermütze werden. (Die Stoffe lagen in der Stoffkiste ganz oben und ersparten mir langes Suchen.)



Die Schnittteile wurden mit Nahtzugabe ausgeschnitten, durch Vlies-Einlage verstärkt und dann nach bekannter Art zusammengefügt. Dabei ist mir schon wieder einer dieser dummen Fehler passiert, die ich inzwischen nicht mehr machen sollte. Ich habe das Krempen-Schnittteil falsch herum zugeschnitten. Dieses Unaufmerksamkeit blieb leider so lange unentdeckt, bis ich den Fehler nicht mehr beheben konnte. Das unschöne Zwischenergebnis:




 

Ahhrrg! Was sollte ich mit so einem welligen Teil noch anfangen? Ich hatte nicht mehr genügend Stoff um von Vorne zu beginnen. Vielleicht mit dem Bügeleisen in Form pressen? Falsch, großer Fehler! Der ohnehin schon Wellen schlagende Stoff wurde durch das zu heiße Bügeln auch noch rippelig, weil sich die Bügeleinlage verzog. Doppel Ahhhrrrrg!





Der wachsende Unmut wurde mir dann auch noch anders zum Verhängnis, weil ich in einem weiteren unaufmerksamen Moment meinen Unterarm am Bügeleisen versengte. AHHH!



Mit bandagiertem Arm und neu geweckter Kampfeslust, wollte ich die widerspenstige Kappe doch noch in die Knie oder besser in eine gewünschte Form zwingen. Also Stecknadeln raus und so lange an der Krempe herum zupfen und stecken, bis sich eine akzeptable Form ergeben würde.

Als Selbige dann endlich gefunden war, musste die Krempe geheftet werden, damit sie ihre Form auch halten würde. Es dürfte Keinen überraschen, dass auch hier wieder etwas schief ging. Trotz Fingerhut schaffte ich es mir die Nadel in einen meiner Finger zu rammen und eine zweite Nadel im Stoff zu verbiegen.

Aber am Ende ging ich siegreich hervor:








Jetzt fehlte mir nur noch ein bisschen Dekor an der freien Seite der Kappe. Die Stoffwahl und die hart erarbeitete Form der Kappe erinnerte mich inzwischen an die kleinen Sonntagshüte der 40er und 50er Jahre, deshalb suchte ich nach Elementen die diesen Stil unterstützen würden. Entschieden habe ich mich schließlich für ein Dekorationselement aus den selben Stoff und in einer möglichst schlichten, fast abstrakten Feder-Form.






Die letztlich entstandene Kappe hat so gar nichts mehr mit Rotkäppchen oder dem Schnittmuster der Vorlage zu tun. Was schade ist, da mir das Modell recht gut gefallen hat. Wichtiger ist allerdings, dass ich aus einem echten Desaster noch etwas herausgeholt habe, das man bei gegebenem Anlass tatsächlich in der Öffentlichkeit tragen kann.



Ich wollte mich schlicht und einfach nicht geschlagen geben und so ist mein Starrkopf zu einer weiteren neuen Kopfbedeckung gekommen.

Die Ziellinie fürs Projekt „Kopfsache – selbstgenähte Hüte und Mützen“ ist nur noch zwei weitere Modelle entfernt und ich kann es kaum erwarten all meine Kopfbedeckungen nebeneinander zu sehen.



Jetzt schaue ich mich aber, wie immer nach getaner Handarbeit, erst einmal beim Creadienstag um und freue mich an den Beiträgen und tollen Ideen der anderen Teilnehmer.



Bis bald

Gruß

Sophie

Dienstag, 14. Februar 2017

Kopfsache - selbstgenähte Hüte und Mützen: Schiebermütze 2.5


Damals, vor etwa 7 Monaten, als ich mit dem Projekt „Kopfsache – Erste selbstgenähte Hüte und Mützen“ begonnen habe, sind gleich mehrere Schiebermützen entstanden. Zwei Varianten für Kinder und eine Herren-Version, die inzwischen alle neue Besitzer gefunden haben.



Da ich mich meinem selbst gewählten Projektziel so langsam nähere und die verbleibenden Modelle bei mir nicht mehr so recht Begeisterung auslösen können, fand ich es an der Zeit noch einmal eine Mütze zu nähen die Spaß macht und mir hilft die nötige Motivation für den Endspurt des Projekts zu finden.



Auf der Suche nach Inspiration fand ich einen Recycling-Stoff, der nicht nur danach verlangte eine Schiebermütze zu werden, sondern auch noch eine passende Fliege werden wollte.



Aber zunächst einmal die Kopfbedeckung. Das Schnittmuster habe ich schon einmal vorgestellt und beschrieben und auch Bilder vom Entstehungsprozess habe ich gezeigt (nachzulesen hier).







Der Mützenschirm ist mit einer selbst genähten Einlage verstärkt, zwei eng vernähte Stücke fester Stoff mit nachträglich aufgebügeltem Vlies zum Versteifen.







Anders als im Buch habe ich keine Stofffalte am Scheitelpunkt der Naht zwischen Rand- und Kronenteil genäht, stattdessen habe ich die Kante rund genäht und die Stoffe, ähnlich wie beim Einsetzen eines Ärmels in das Armloch, eingehalten. (Ich hoffe kann verstehen, was ich damit sagen will? Falls nicht oder falls mir jemand sagen kann wie ich mich verständlicher ausdrücken kann, bitte einfach melden.)





Der Futterstoff ist ein Stück aus einer gekürzten Übergardine und der Karostoff war in seinem ersten Leben ein Sakko. Das meiner Meinung nach auch ein selbst genähtes Kleidungsstück gewesen ist, wenigstens aber von einem Hobbyschneider einmal umgenäht worden ist. Hier ein paar Vorher-Aufnahmen des guten Stücks:





Da ich noch genügend Material zur Verfügung hatte und das schöne Karomuster danach verlangte in Gänze verarbeitet zu werden, fällte ich den Entschluss eine Fliege zu nähen.

Dabei kam mir die bereits verstärkten Kragenteile des Sakko gerade recht. Wir sind ein Haushalt in dem es bislang keine Fliegen / Bow Ties gab, deshalb musste ich das Internet um Rat bemühen.






Nach ein bisschen Suchmaschinennutzung stieß ich auf ein sehr einfaches Modell mit passender Anleitung von Martha Steward. Leider habe ich den Link nicht mehr parat, aber wenn man nach „Martha Stweard, Bow Tie, Tutorial“ sucht sollte man schnell fündig werden. Rudimentäre Englischkenntnisse sind ausreichend, um die Schnittmuster-pdf herunter zu laden und ein Anleitungsvideo in dem das Zusammennähen gezeigt wird gibt es ebenfalls.






Schnittmuster vergrößern, Stoff zuschneiden und zusammennähen, wenden und schließen – fertig.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich noch die Mühe machen und die Länge der Fliege ausrechnen, dazu muss man zwischen die Beiden Elemente der Schleife lediglich das Maß des Halsumfang plus ein bisschen Raum zum Atmen einfügen.






Das erfolgreiche binden der Fliege dauert bei Unerfahrenen wie mir länger als die Herstellung der Fliege. Aber auch in diesem Fall kann das Internet helfen und nach dem wiederholten schauen von Anleitungsvideos klappte es bei mir schließlich auch.









Die beiden Teile zu nähen hat richtig Spaß gemacht ging flott von der Hand und auch wenn sie wohl nur Verwendung als Kostümelemente finden, freue ich mich über die fertigen handgemachten Accessoires.





So, der Creadienstag und seine vielen Beiträge wollen bestaunt werden. Von mir nächste Woche wieder mehr, bis dahin



Lieben Gruß

Sophie

Dienstag, 7. Februar 2017

Nähstuhl Teil03


Im dritten Teil zu meinem kleinen Restaurations-Abenteuer gibt es entscheidenden Fortschritt zu berichten, denn aus meinem Holz-Puzzle ist wieder ein Stuhl geworden. Aber schön der Reihe nach, beim letzten Mal war ich ja noch unentschlossen über die richtige Reihenfolge von Lackieren und Verleimen.






Wie ich damals schon angedeutet hatte, bin ich zunächst zum Lackieren der Teile übergegangen. Die liebe Jeanne hat mir zwar in den Kommentaren davon abgeraten, aber da hatte ich schon begonnen einzelne Elemente zu lackieren. Upps. Alle Stuhlelemente sind mit einem Klarlack dünn überzogen, die Verbindungselemente habe ich dabei aber ausgespart. Nachdem die erste Lackschicht genügend Zeit hatte zu trocknen bin ich dann wieder über alle Teile mit einem sehr feinen Schleifpapier gefahren, um die Oberfläche für eine zweite Schicht Klarlack vorzubereiten. Bevor man aber wieder zum Pinsel greift, sollte man sich die Zeit nehmen, das Holz mit einem feuchten Tuch vom Schleifstaub zu befreien. Natürlich muss man dann auch noch die Geduld aufbringen die Teile vollständig trocknen zu lassen.






Den zweiten Lackauftrag wollte ich dann für ein schöneres Ergebnis mit einer Lackrolle auftragen, aber gleich zu Beginn wurde klar, das die Rolle zu groß und der Lackauftrag zu ungleichmäßig wurde. Also habe ich doch wieder den Pinsel benutzt und überschüssigen Lack kurzer Hand mit sauberen Fingern verstrichen bzw. abgenommen. Immer noch keine perfekte oder ideale Lösung, aber ein weit schöneres Ergebnis.






Einige Stuhlteile musste ich in zwei separaten Durchgängen lackieren, da ich die Elemente sonst nicht hätte zum Trocknen ablegen können, so entstanden ein paar unschöne Lacknasen, die man aber kaum sehen kann.



Nach dem Trocknen ging es dann ans Zusammensetzten mit Holzleim, über meine Aversion gegen Leim jeder Art habe ich ja schon letztes Mal geschrieben, weshalb ich einen meiner guten Tage abwarten musste, um mich der Sache zu stellen.






Bewaffnet mit Holzleim, Küchenrolle und Handschuhen ging es daran die Teile des Stuhls wieder zusammen zu setzen. Ein Prozess, der wegen meiner hinderlichen Abneigung und den über die Jahre verzogenen Stuhlteile, unheimlich langwierig und frustrierend verlief.

Sollte ich noch einmal auf die Idee kommen ein Möbel zu restaurieren, werde ich diesen Teil der Aufgabe sicher Auslagern, sprich dem Mann im Haus machen lassen.






Um die Elemente ineinander zu stecken, wäre wohl mehr Kraft nötig gewesen, als ich und mein kleiner Hammer aufbringen konnten. Um die Teile nicht zu beschädigen habe ich natürlich nicht direkt auf ihnen herum gehämmert sondern ein Restholz zwischen geklemmt.

Hämmerte ich an einer Stelle sprang eine zweite Stelle wieder auseinander – das Ganze hat mich gefühlte Ewigkeiten gekostet. Irgendwann war dann einfach genug, ich wollte nur noch von dem Stuhl (und diesem verflixten Leim) weg.

Nur ganz aufgeben konnte ich dann doch nicht, weshalb der Stuhl mit ein paar Zuggurten zusammen gezurrt wurde, in der Hoffnung die immer wieder aufklaffenden Spaltmaße so gering wie möglich zu halten.






Nach ein paar Stunden Abstand zu der emotionalen Verleim-Katastrophe, bin ich dann aber doch noch mal zum Stuhl zurück, nur um mir noch mal ein Bild vom Ausmaß des Desasters zu machen.

Was ein bisschen zeitlicher Abstand und ein gut gefülltes Glas Rotwein nicht alles bewirken können ist erstaunlich, denn aus meinem Desaster war wie durch Zauberhand einfach ein Stuhl geworden. Ein nicht perfekter immer noch ein bisschen wackliger alter, laienhaft restaurierter Stuhl.






Wie man auf dem obigen Bild schon sehen kann, hab ich auch die alte Sitzfläche dazu geholt und erfreut festgestellt, dass sich immer noch ziemlich gut in den Stuhl hinein passt. Und auf dem nächsten Bild wirken die Spaltmaße auch nicht mehr wie gewaltige Schluchten.






Der Farbunterschied ist gewaltig, gefällt mir aber eigentlich ganz gut. Trotzdem habe ich mir vorgenommen eine neue Sperrholzplatte zu fertigen, weil die original Sitzfläche leider in einem wirklich besorgniserregend schlechten Zustand ist und ich sie einfach nicht kaputt sitzen möchte.



Also heißt es für mich jetzt erst einmal nach passendem Arbeitsmaterial suchen und eine Schablone erstellen, damit ich das tolle Stern-Muster vom Original auf meine Ersatz-Sitzfläche übertragen kann. Ein wenig wird es aber noch dauern bis ich mich diesen Aufgaben wirdmen kann, also habt ein bisschen Geduld mit mir und dem Nähstuhlprojekt.




Auch diese Woche ist der Post beim Creadienstag verlinkt. Wo ich mich jetzt erst mal umsehe und schon mal vorsorglich nach neuen Projektideen Ausschau halte



Bis bald, Gruß

Sophie

Dienstag, 31. Januar 2017

Neue Hutschachtel, alte Kuchentasche

Im letzten Jahr habe ich hier über meine Versuche berichtet eine Tortentasche zu nähen und wie ich dadurch zu einer Hutschachtel für meine stetig wachsende Hutsammlung kam.
Schon im damaligen Post habe ich davon gesprochen noch weitere Hutschachteln zu nähen und nun ist es endlich so weit.


Auch bei meinen beiden neuen Hutschachteln habe ich gefärbte Ditte vom Möbel-Schweden verwendet. Die verschiedenen Batik-Methoden haben zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen geführt, passen aber durch das gemeinsame Thema „Batik in Blau/Weiß“ ganz gut zusammen.


Die dunklere der beiden Hutschachteln hat die selbe Größe wie mein erstes Modell, die zweite Schachtel ist etwas größer ausgefallen, so dass auch mein Sommerhut, mit der extra breiten Hutkrempe, endlich aus seiner Plastiktüte befreit werden konnte.



Auch dieses Mal sind Boden und Seite der Schachtel mit einem unbenutzten (!) Bodenwisch-Vlies versteift und mit dem Außenstoff zusammen gequiltet.



Den Futterstoff habe etwas anders genäht und um ehrlich zu sein, auch noch nicht vollständig vernäht. Aber da nur ich in diese Hutschachtel schaue und mich das „lose“ Futter nicht wirklich stört, wird sich am aktuellen Fertigungsstand wohl auch nichts mehr ändern.
Meine kleine Kollektion macht sich optisch ganz gut und weil ich so zufrieden mit meiner Hutschachtel-Lösung bin (und immer noch Hüte auf ein neues zu Hause warten), wird die Kollektion zu gegebener Zeit wohl noch erweitert werden.


Was ich euch aus dem oben angesprochenen ersten Blog zum Thema noch schuldig bin sind die alternativen Kuchentaschen, mit denen ja alles angefangen hat.
Nachdem ich mich noch durch eine Tragevorrichtung mit Kochlöffelträgern (Casseroll-Carrier) gearbeitet hatte, viel die Wahl meiner Bekannten schließlich auf das vierte und wahrscheinlich simpelste Modell eine Art gefüttertes und gequiltetes Wickeltuch mit integriertem Tragegurt und Schlaufen. Leider habe ich davon nur ein paar Schnappschüsse in ungefülltem Zustand gemacht. Der Lebensmittelbehälter wird mittig und unter dem Tragegurt platziert, der wiederum wird durch die beiden Schlaufen gefädelt und so die Tasche um den Behälter zugezogen.



So, mit diesem zugegeben eigenwilligen 2in1s Post, mache ich mich jetzt auf zum Creadienstag und schaue mich dort gleich einmal nach neuen kreativen Ideen um.

Bis bald! Gruß
Sophie